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Finanz- & Vermögens Nachrichten

Lehman Zertifikate: Die nächste Runde ist eingeläutet


Sonntag, 10. Januar 2010 um 06:04 Uhr


Viele tausend Anleger haben im Oktober des letzten Jahres (2008) aufgrund der Insolvenz der amerikanischen Investment Bank Lehman Brother viel Geld verloren, welches sie in Zertifikate der Bank investiert hatten. Nach zahlreichen Streitigkeiten um Beratungsfehler etc. gibt es nun wieder neuen „Ärger“.

Konkret ist derzeit seltsamerweise die Bank im Visier, die bisher als einziges Institut freiwillig an alle Anleger, die ihr Kapital in die besagten Lehman Brothers Zertifikate investiert hatten, eine Entschädigung von immerhin 50 Prozent gezahlt hat, nämlich die Frankfurter Sparkasse. Bisher wurde davon ausgegangen, dass die Insolvenzquote von Lehman Brother bei 10 Prozent liegt. Aufgrund neuer Zahlen kann nun aber davon ausgegangen werden, dass die Quote wahrscheinlich doppelt so hoch ist, also bei 20 Prozent liegt.

So wirft nun ein Anwalt der Frankfurter Sparkasse vor, dass diese einen Ausfall von nur 30 Prozent hat (50 Prozent Erstattung abzüglich der Insolvenzquote als Geldeingang), während die Kunden nach wie vor einen Verlust von 50 Prozent tragen müssen. Verwunderlich ist an dieser Angelegenheit momentan, warum die einzige Bank, die sich einigermaßen kooperativ bezüglich Erstattungen gezeigt hat im Visier ist und nicht diverse andere Banken, bei denen sich Kunden die Entschädigung erst permanent per Gericht erstreiten müssen. Es wird also sicherlich noch einige Zeit dauern, bis die „Akte“ Lehman Brother Zertifikate endgültig geschlossen werden kann.


(c) Redaktion Vermögensberater.de
 
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